Privatschulen in Niedersachsen:

Neben den öffentlichen Schulen gibt es in Niedersachsen auch Privatschulen. Ins Auge fällt, daß diese meist Geld kosten. Allerdings unterscheiden sich diese auch rechtlich erheblich von den öffentlichen Schulen:

Privatschulvertrag:

Der erste gravierende Unterschied ist, daß die Aufnahme in eine Privatschule in Niedersachsen durch einen Privatschulvertrag erfolgt:

Das ist nicht unwesentlich, denn dieser überlagert einige Regelungen des öffentlichen Schulrechts, so daß neben den üblichen schulrechtlichen Normen auch der konkrete Vertragsinhalt gilt.

Sind Sie beim Abschluß eines Privatschulvertrages unsicher, können Sie mir diesen für eine Erstberatung gerne zur Verfügung stellen.

Keine Schulbezirke für Privatschulen:

Ein weiterer wesentlicher Unterschied besteht darin, daß es für Privatschulen keine Schulbezirke geht. Das heißt man kann - sofern die Privatschule einen Vertrag zu schließen bereit ist - grundsätzlich jede Privatschule besuchen.

Privatschulen - Unterscheidungen:

Bei Privatschulen lohnt sich eine Unterscheidung zwischen genehmigten Privatschulen und solche mit zusätzlich staatlicher Anerkennung:

Nur die staatliche Anerkennung führt zu einer weitgehenden Gleichstellung mit öffentlichen Schulen. Fehlt diese, dann rücken Schüler zwar am Ende des Schuljahres faktisch auf, eine reguläre Versetzungsentscheidung stellt dies aber nicht dar. Und am Ende der Schulzeit müßte man sogenannte Fremdschülerprüfungen abschließen, weil die nur genehmigten Privatschulen keine eigenständigen Prüfungen abnehmen dürfen.

Die Unterschiede können demnach durchaus relevant sein.

Eine nur genehmigte Schule kann natürlich im Laufe der Zeit auch noch eine staatliche Anerkennung erhalten. Es gab in der Praxis allerdings auch schon Fälle, wo dies versprochen und dann nicht in dem angestrebten Zeitrahmen realisiert wurde.

Sollten Sie unsicher sein, dann kontaktieren Sie mich für eine Erstberatung in der wir über Ihren konkreten Fall sprechen können.

Kündigung des Schulvertrags:

Ein anderes relevantes Problem ist die Kündigung des Schulvertrages: Im Schulvertrag sind meist weitergehende Kündigungsmöglichkeiten vorgesehen, als dies für öffentliche Schulen möglich wäre, Schüler "loszuwerden".

Wenn eine Kündigung im Raum steht, dann wird diese erfahrungsgemäß auch ausgesprochen.

Insofern lohnt es sich im Normalfall, dies möglichst präventiv zu unterbinden.

Für eine Erstberatung oder eine Vertretung Ihrer Interessen sollten Sie mich nach alledem möglichst frühzeitig kontaktieren und den Schulvertrag bereithalten.