Legasthenie & LRS in den Schulen Niedersachsens:

Legasthenie & LRS als bekannteste Teilleistungsstörungen:

Unterhalb des sonderpädagogischen Förderbedarfs von Kindern sind die sogenannten Teilleistungsstörungen angesiedelt:

  • Hierunter versteht man partielle Defizite von Schülern, die dem übrigen Leistungsbild des Schülers entgegenstehen.

Zu den bekanntesten Teilleistungsstörungen gehört Legasthenie -LRS:

  • In der Praxis werden diese beiden Begriffe oftmals hinsichtlich ihrer Ursachen und Behandelbarkeit unterschieden.
  • Im schulrechtlichen Bereich wird indes regelmäßig alles über einen Kamm geschert. Allerdings geht es auch anders, wie die ausführlichen Regelungen in zu Legasthenie & LRS in Bayern demonstrieren. Da Niedersachsen leider auch nicht differenziert, werde ich die beiden Begriffe im folgenden ebenfalls weitgehend synonym verwenden.

Für weitergehende Fragen zur Differenzierung bei Legasthenie & LRS, eine Erstberatung oder die deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Legasthenie & LRS - Legasthenie-Erlass Niedersachsen:

Auch Niedersachsen hat seinen Legastenie-Erlass, der sich weitgehend an die gemeinsamen Beschlüsse der Kultusministerkonferenz orientiert:

  • Partielle Fördermaßnahmen bei Legasthenie & LRS
  • In der Leistungsebene vorrangige Beachtung im Rahmen der Leistungsfeststellung und nicht bei der Benotung
  • Rudimentäre Berücksichtigung bei der Versetzung

Für nähere Fragen zum Legasthenie-Erlass, eine Erstberatung oder die deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Legasthenie & LRS - Fördermaßnahmen:

Die schulischen Fördermaßnahmen im Bereich Legasthenie & LRS sind für die betroffenen Schüler oftmals unter dem naheliegenden Aspekt einer Förderung meist uninteressant:

  • Das Lehrpersonal ist hierfür regelmäßig nur unzureichend ausgebildet, so daß Förderunterricht eher als zusätzliche zeitliche Belastung angesehen wird.

Ungeachtet dessen beinhalten die schulischen Fördermaßnahmen bei Legasthenie & LRS allerdings einen wichtigen Aspekt: Den der Feststellung von Legasthenie & LRS. Und genau dieser Aspekt ist extrem wichtig für die relevanteren Punkte wie dem Nachteilsausgleich auf der Leistungsebene. D.h. man sollte schulischem Bemühen, Legasthenie & LRS festzustellen und behandeln nie negativ entgegenstehen, denn dies ist Grundlage des wichtigen Nachteilsausgleichs.

Legasthenie & LRS - Nachteilsausgleich auf Leistungsebene:

Der Nachteilsausgleich bei Legasthenie & LRS wird unter Ziffer 4 des Legasthenie-Erlasses geregelt und wichtig ist voranzustellen, daß dies nicht auf das Fach Deutsch beschränkt ist, sondern auch in Fremdsprachen relevant werden kann:

Vorrangig sollen dem Schüler Nachteilsausgleiche bei der Leistungserfassung zukommen, was im wesentlichen den Mindestvorgaben der Kultusministerkonferenz entspricht:

  • Ausweitung der Arbeitszeit
  • Hilfsmittel
  • individuelle Aufgabenstellung
  • pädagogische Würdigung unter dem Aspekt des erreichten Lernstands

Das alles ist natürlich sehr schwammig und im Einzelfall Verhandlungssache. Für nähere Informationen, eine Erstberatung oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Auf der Benotungsebene sind die Schulen erfahrungsgemäß noch zurückhaltender, wenngleich der Legasthenie-Erlass durchaus Spielraum aufweist:

  • stärkere Gewichtung mündlichen Noten
  • zeitweiliger Bewertungsverzicht "während der Förderphase"

Im Ergebnis zeigt sich auch hier, daß diese Formulierungen ebenso schwammig die vorgehenden sind. Die Einschränkung auf die "Förderphase" ist zudem für solche Kinder, deren Rechtschreibstörung unheilbar ist, allenfalls noch zynisch und es ist auch unverständlich, warum trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse und eines Nachteilsausgleichs bis zum Ende der Schulzeit in Bayern, die meisten Bundesländer nach wie vor derart restriktiv vorgehen. Auch hier ist der Nachteilsausgleich nach alledem Verhandlungssache. Kontaktieren Sie mich für eine Erstberatung oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen bitte direkt.

Legasthenie & LRS - Versetzungsfragen:

Ebenfalls im durchschnittlichen Bereich (Legasthenie-Erlass Ziffer 4.2) bewegt sich Niedersachsen hinsichtlich der Frage der Versetzung:

  • Immerhin soll Legasthenie berücksichtigt werden und Legasthenie soll nicht zu einer Nichtversetzung führen.

In der Praxis sind solche wohlfeilen Worte allerdings nur teilweise angekommen und auch die Versetzung trotz Legastenie zu erreichen, ist oftmals ein schwerer Kampf. Für nähere Informationen, eine Erstberatung oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.